Ich arbeite seit vielen Jahren, im engen Verbund mit medizinischen als auch pädagogischen Einrichtungen und Institutionen, die wie ich einem bio-psycho-sozialem Ansatz verpflichtet sind.  Neue Erkenntnisse der Fachbereiche "Bindung", "Trauma" aber auch "Neurobiologie" fließen in meine Arbeit ein.

Bindung

Die in den sechziger Jahren vom britischen Psychiater John Bowlby und der kanadischen Psychologin Mary Ainsworth entwickelte Bindungstheorie zeigt auf, dass die Qualität der frühen Bindungserfahrungen maßgeblich den Rest unseres Lebens bestimmen. Sie wirken sich auf die Hirnentwicklung, emotionale Entwicklung, seelische und körperliche Gesundheit sowie Beziehungsfähigkeit aus. Die Fähigkeit, eigene Gefühlszustände regulieren zu können, stammt aus dieser Zeit.

  • Bindung - psychosoziale Gesundheit von Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen
    • Bindungswissen in der Erziehung
    • Bindung und Bildung
    • Bindung und Trauma

Psychotraumatologie und Traumatherapie

Große sowie kleine einmalige oder anhaltende schockierende Lebensereignisse hinterlassen häufig auch schon bei Kindern posttraumatische Störungsbilder. Auch von Fachkräften werden Symptome als Folge sehr unterschiedlicher traumatischer Erfahrungen nicht immer als solche erkannt. Sie führen un- oder falsch behandelt oft zu deutlichen Beeinträchtigungen der geistigen, körperlichen und psychosozialen Entwicklung und zu unterschiedlichen Verhaltenssymptomen. (Lutz Besser zptn)

Trauma - biopsychosoziale - schwerwiegende Auswirkungen - benötigt wird ein Zusammenwirken von mehreren Professionen - auch der Gesellschaft

Eine Erfahrung wird als traumatisch bezeichnet, wenn sie so unfassbar ist, dass sie nur schwer in den bestehenden Erfahrungsschatz eingegliedert werden kann. Existentiell bedrohliche und ausweglose Ereignisse sind mit intensiver Furcht, Hilflosigkeit und Entsetzen verbunden.

Auslöser können Katastrophen, schwere Unfälle, Krankheiten, Verluste, Tod eines geliebten Menschen, emotionale und körperliche Vernachlässigungen oder Augenzeugenschaft eines schlimmen Geschehens sein. Grundsätzlich können alle Ereignisse, die einen Menschen in seinem Denken und Fühlen überwältigen, zu einer Traumatisierung führen.

Nicht immer reichen die eigenen Bewältigungsstrategien aus, um diese Ereignisse in adäquater Weise zu verarbeiten. Langfristig können sich daraus Symptome entwickeln, die dazu führen, dass es den Betroffenen nicht mehr gelingt den Alltag, wie gewünscht, zu bewältigen und eine posttraumatische Belastungsstörung angezeigt ist.

Es ist wichtig zu betonen, nicht alles als "Trauma" zu benennen. Häufig sind Menschen mit schlimmen Dingen konfrontiert, tragen jedoch kein Trauma davon.

Ich arbeite in der Behandlung traumatischer Folgeerscheinungen auf der Basis des KReST- Modells (Körper-, Ressourcen- und Systemorientierte Traumatherapie) nach Lutz Besser.

Psychosoziale Gesundheitsprävention/Salutogenetischer Ansatz (Modell der Entstehung von Gesundheit)

  • Arbeitswelt
    • beruflicher Wiedereinstieg nach Erkrankung/Berufsfindung bei Mehrfachbelastung und komplexen Problemlagen
    • berufliche Integration und richtiger Umgang mit höchst gestressten oder psychisch kranken Mitarbeitern
    • Stressregulation und Burnout Prophylaxe -
  • Familie/Familienverbund/Mehrgenerationenperspektive - Vernetztes (traumabewusstes) Hilfesystem
    • Familie als stützende/belastend erlebte soziale Instanz 
    • Kindererziehung/Schule/Ausbildung/Arbeitswelt
    • Pflege von Angehörigen (Verantwortlichkeiten/Belastungen/Gesundheitsfürsorge)
  • Sozialräumliche Arbeit der Quartiersentwicklung - Gemeinwesen als sozial stützendes System
    • Entwicklung eines sozial stützenden (traumabewussten) Umfeldes/Gemeinwesen
    • Interdisziplinäre Zusammenarbeit (u.a. engagierte Lehrer, Sozialarbeiter, Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenpfleger, Beamte der Justiz und Polizei, Angebote aus Kunst, Kultur, Sport)

 

 

 

 

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